SG Unterpreppach/Rentweinsdorf dreht nach der Pause auf – verdienter 4:0-Heimsieg gegen Weidach
Von Helmut Will
Was nach den ersten 45 Minuten noch längst nicht nach einem deutlichen Heimsieg aussah, endete schließlich mit einem souveränen 4:0-Erfolg der SG Unterpreppach/Rentweinsdorf gegen den SV Weidach. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zündete die Heimelf im zweiten Durchgang den Turbo, kombinierte sich phasenweise sehenswert durch die gegnerischen Reihen und ließ den Gästen am Ende keine Chance mehr. Dabei hatte Weidach in der ersten Hälfte durchaus seine Möglichkeiten und präsentierte sich als ebenbürtiger Gegner. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten die Gäste sogar mit zwei Toren in Führung gehen können. Doch zwischen den Pfosten der Heimelf stand Steffen Elflein, der mit zwei glänzenden Paraden einen Rückstand verhinderte und seine Mannschaft damit im Spiel hielt. Als sich die Zuschauer bereits auf den Halbzeitpfiff einstellten, schlug die SG eiskalt zu: In der 44. Minute fasste sich Keno Stark aus rund 15 Metern ein Herz und drosch den Ball mit einem satten Abschluss unhaltbar in die Maschen des Weidacher Tores. Ein Treffer zum psychologisch perfekten Zeitpunkt, der der Heimelf mit der knappen 1:0-Führung einen wichtigen Vorteil für den zweiten Durchgang verschaffte.
Geuß‘ Eckball-Zauber leitet die Entscheidung ein
Offenbar hatte die Halbzeitansprache von Spielertrainer Frank Geuß die richtigen Impulse gesetzt. Wie ausgewechselt kam die SG aus der Kabine und übernahm zunehmend das Kommando. Die Gastgeber agierten nun deutlich druckvoller, kombinierten mit mehr Tempo und Präzision und ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Während die Heimelf immer mehr Spielfreude entwickelte, fand Weidach kaum noch Zugriff auf das Geschehen. Das absolute Highlight folgte in der 54. Minute: Spielertrainer Frank Geuß trat zur Ecke an und verwandelte den Ball tatsächlich direkt! Ein echtes Zaubertor, das den Spielverlauf endgültig auf den Kopf stellte und der SG einen beruhigenden 2:0-Vorsprung bescherte. Spätestens jetzt war der Knoten geplatzt. Die Gastgeber spielten fortan wie aus einem Guss. Im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe angenommen, die Kombinationen liefen flüssig und nach vorne entwickelte die SG immer wieder gefährlichen Zug zum Tor. Auch defensiv stand die Mannschaft stabil. Die Hintermannschaft um den zuverlässigen Daniel Limpert ließ kaum etwas anbrennen und entschärfte die vereinzelten Vorstöße der Gäste souverän.
Keno Stark legt nach – Kaiser setzt den Schlusspunkt
In der 58. Minute schlug Keno Stark erneut zu und schnürte seinen Doppelpack. Der Angreifer, der in der zweiten Halbzeit auf der rechten Seite zum Einsatz kam, zog von rechts nach innen, ließ einen Gegenspieler mit einer geschickten Bewegung stehen und legte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß. Anschließend zog er kompromisslos ab: Sein Schuss fuhr wie ein Strich ins Netz – 3:0! Ein sehenswerter Treffer, der die spielerische Überlegenheit der SG eindrucksvoll unterstrich. Auch in der Folge ließ die Heimelf nicht locker, kontrollierte das Spielgeschehen und hielt Weidach konsequent vom eigenen Tor fern. Die Gäste fanden kaum noch Mittel, um die kompakte Defensive der Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Den endgültigen Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Sebastian Kaiser in der 88. Minute. Nach einer guten Vorlage von Fabian Fuchs blieb Kaiser vor dem Tor eiskalt und versenkte den Ball zum 4:0-Endstand. Damit war der deutliche Heimsieg endgültig besiegelt. Fazit: Nach einer zunächst offenen ersten Halbzeit steigerte sich die SG Unterpreppach/Rentweinsdorf nach dem Seitenwechsel erheblich und überzeugte mit Spielfreude, Durchschlagskraft und einer stabilen Defensive. Steffen Elflein hielt seine Mannschaft zunächst mit starken Paraden im Spiel, ehe Keno Stark mit seinem Führungstreffer kurz vor der Pause den Grundstein legte. Frank Geuß‘ direkt verwandelter Eckball sorgte anschließend für das spielentscheidende Momentum.Am Ende stand ein auch in dieser Höhe absolut verdienter 4:0-Heimsieg, bei dem die SG vor allem in der zweiten Halbzeit ihre fußballerische Klasse unter Beweis stellte.





