Unterpreppach II hat seine Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten erfüllt und einen insgesamt souveränen Auswärtssieg eingefahren. Trotz personeller Improvisation – quasi eine „AH-elf“ mit einem Altersdurchschnitt von 40,5 Jahren stand auf dem Platz – übernahmen die Gäste von Beginn an die Spielkontrolle und setzten früh die Akzente. Mit sauberem Kombinationsspiel und viel Ballbesitz ließ Unterpreppach den Ball durch die eigenen Reihen laufen und suchte geduldig die Lücken in der Defensive der Gastgeber. Seßlach II blieb meist nur die Rolle des Reagierenden und kam lediglich über vereinzelte Konteransätze vors Tor, die jedoch meist frühzeitig verpufften. Die Defensive um Andres Denninger und Jannik Oppelt stand sicher, gewann die Zweikämpfe und erstickte gefährliche Situationen bereits im Keim. Folgerichtig fiel in der 19. Minute der Führungstreffer: Nach einem gut vorgetragenen Angriff zeigte Philipp Mölter seinen Torriecher, drehte sich gekonnt um seinen Gegenspieler und schob überlegt zum 0:1 ein. Auch im weiteren Verlauf blieb Unterpreppach spielbestimmend, ohne jedoch die Führung bis zur Pause weiter auszubauen. Direkt nach dem Seitenwechsel dann der nächste Wirkungstreffer: Wieder war es Mölter, der in der 48. Minute eiskalt blieb und auf 0:2 erhöhte – ein klassischer Doppelschlag, der die Weichen endgültig auf Auswärtssieg stellte. In der Folge nahm die Partie etwas an Tempo ab, auch bedingt durch Wechsel auf Seiten der Gäste. Mit Mölter und Lutsch verließen zwei Leistungsträger frühzeitig das Feld, da sie für den Kader der ersten Mannschaft vorgesehen waren. Seßlach witterte daraufhin noch einmal eine kleine Chance und kam in der 67. Minute durch Luca Klüglein zum Anschlusstreffer – ein sehenswerter Sonntagsschuss, der unhaltbar im Netz einschlug. Doch echte Spannung kam nicht mehr auf. Unterpreppach verteidigte die knappe Führung abgeklärt, ließ kaum noch klare Torchancen zu und brachte den Vorsprung routiniert über die Zeit.
Fazit: Ein verdienter und letztlich ungefährdeter Auswärtssieg für Unterpreppach II, der bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch deutlicher hätte ausfallen können.